10 September 2013
Kategorie:
Wissenswertes
Kommmentare: 0

Problematiken von Verbänden

In der Wirtschaft unserer Zeit werden Verbände mit der Beschleunigung des Wandels und der zunehmenden Komplexität aller menschlichen Einrichtungen genauso konfrontiert wie Unternehmen.

Sich in einem solchen Umfeld ausschließlich an das zu halten, was in der Vergangenheit den Erfolg ausgemacht hat, was bekannt ist, sich als nützlich und wirksam erwiesen hat, dürfte sich in Zeiten der Unsicherheit und des Übergangs als gefährlich für die nachhaltige Entwicklung jedes Verbandes erweisen. Bewährte Verhaltensmuster der Führenden, durch das Fortschreiben von Strategien und Maßnahmen, lassen hier das Wesen des Neuen nicht erkennen. Verbände müssen die Veränderungen im Umfeld berücksichtigen und antizipieren.

Die Verantwortlichen von Verbänden müssen die Entwicklung ihres Verbandes nicht nur immer im Auge behalten, sondern auch antizipieren. Sonst können lediglich reaktive Maßnahmen ergriffen werden.

Hüseyin Yildirim, Verbandsinstitut.de

Dies erfordert, dass Verbände die Grundvoraussetzungen ihrer bisherigen Verbandsarbeit kontinuierlich überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Modernes Verbandsmanagement erfordert daher umfangreiche Kenntnisse in den verschiedensten Bereichen des Verbandswesens. Im Vordergrund sollten dabei die Dienstleistungsorientierung sowie das Management von Mitgliederbelangen stehen, um dem größten Problem eines Verbandes, der abnehmenden Mitgliederzahl, zu begegnen. Diese resultiert in der heutigen Zeit aufgrund

  • der kritischeren Kosten-Nutzen-Kalkulation gegenüber der Mitgliedschaft
  • dem Wertewandel
  • und der demographischen Entwicklung in Deutschland

An dieser Stelle sind daher durchdachte Lösungen zu erarbeiten, um zu seinen Mitgliedern eine Beziehung aufzubauen, sie zufrieden zu stellen, an sich zu binden und darüber hinaus neue Mitglieder zu gewinnen. Um dies zu erreichen, müssen vor allem die Bedürfnisse der Mitglieder erfüllt werden. Die Mitgliederorientierung ist somit die zentrale Voraussetzung für den Verbandserfolg und die Existenz eines Verbandes. Den Ausgangspunkt der Mitgliederorientierung bilden dabei die Ermittlung und Kenntnis der Interessen und Wünsche seiner Mitglieder. Hierfür bedarf es der systematischen Generierung von Informationen sowie deren Analyse und Aufbereitung. Mitgliederbefragungen sind hierfür ein wichtiges Instrument und bieten integriert in das Marketingmanagement enorme Vorteile für die Vereinsführung. Denn die Mitglieder von Verbänden sind mehr als die Kunden von Unternehmen, sie sind zusätzlich Kapitalgeber/Finanzierer, Mitarbeiter, Eigentümer und Aufsichtsführende. Daher sollten die Mitglieder aufgrund dieser besonderen Stellung durch Mitgliederbefragungen in die Entscheidungsprozesse eingebunden und an der Verbandsentwicklung beteiligt werden. Ganz im Sinne des Marketingmanagements gilt es sodann anhand der Ergebnisse aus der Mitgliederbefragung Ziele, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um insbesondere die vorhandenen Mitglieder zu halten und neue hinzuzugewinnen. Denn die Basis jedes erfolgreichen Verbandes bilden seine Mitglieder. Je mehr Mitglieder ein Verband hat, umso höher sind seine Durchschlagskraft und seine Möglichkeiten, sich für die Interessen und Bedürfnisse seiner Mitglieder ein- und diese durchzusetzen. Aus diesem Grund sind die Mitglieder der entscheidende Erfolgsfaktor für einen Verband und Mitgliederbefragungen eines der wichtigsten Instrumente der Situationsanalyse im Marketingmanagementprozess, um bei den Mitgliedern anzusetzen.

Hinterlasse eine Antwort